Das relevante Museum
Auf Einladung der NORDMETALL Stiftung aus Hamburg und der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte aus Winterthur darf ich 2025 das Programm „Das relevante Museum“ kuratieren. „Das relevante Museum“ ist laut den Stiftungen „… ein Museumsnetzwerk im deutschsprachigen Raum für Besucherorientierung, Wissenstransfer und Transformation. Mit vielfältiger Expertise arbeiten die Teilnehmenden institutions- und abteilungsübergreifend daran, die Beziehungen zwischen ihrem Museum und unterschiedlichen Communities neu zu gestalten. Damit zahlen sie darauf ein, die Museumslandschaft der Zukunft einladender und relevanter zu gestalten.“ Mit rund 20 teilnehmenden Museen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz werden wir in Workshops und Impulsvorträgen vorwiegend daran arbeiten, Organisations- und Publikumsentwicklung enger zu verzahnen. Dabei freue ich mich auf tatkräftige Unterstützung von Raphael Vogt (SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA), der uns zu agilem Management, Strategieentwicklung und OKR berichten wird, sowie von Susie Wise (Alameda County Community Food Bank, CA, USA), die ihr Konzept des Design for Belonging mitbringt.
Marketingkonzept Papenburg Kultur
Papenburg Kultur bespielt mit der ehemaligen Meyer Werft nicht nur einen sehr besonderen Spielort, sondern bietet auch eine große programmatische Vielfalt für das Publikum in Papenburg, dem Emsland und Ostfriesland. Mit Studierenden unterstützen wir die Stadt Papenburg hinsichtlich der Analyse des Publikums und der Verbesserung der Marketingaktivitäten.
Strategie Zollhaus 2030
Mit Blick auf das 30-jährige Bestehen des Zollhaus Leer durfte ich 2022/23 zusammen mit Studierenden der Hochschule Emden/Leer das soziokulturelle Zentrum strategisch beraten. Neben einem gemeinsamen Entwicklungsprozess in den Bereichen Leitbild, Ziele, Strategie und Finanzierung konnten wir mit zwei umfangreichen Analysen wichtige Erkenntnisse sammeln. Dafür wurde sowohl eine Besuchendenbefragung als auch eine Befragung von Nicht-Besucher*innen in der Stadt Leer durchgeführt.
Pay-As-You-Stay: Ein neues Preismodell für Museen?
Zwischen Dezember 2019 und November 2020 testeten wir in der Weserburg Museum für moderne Kunst ein neues Preismodell, bei dem der Eintrittspreis an die Verweildauer gebunden war. Besucher*innen zahlten 1 Euro pro 10 Minuten, jedoch nie mehr als den üblichen Tagespreis von 9 Euro. Gezahlt wurde, anders als üblich, am Ausgang. Die Idee stammte nicht von uns, sondern geht auf ein Whitepaper von Bruno S. Frey und Lasse Steiner zurück, die bereits 2010 die Nutzung dieses Preismodells vorschlugen. Konsumenten kennen Pay-Per-Use-Pricing von Handy-Tarifen, Schwimmbädern, Parkhäusern oder Free-Floating Carsharing. Im Museumsbereich waren wir allerdings die ersten, die sich an den Einsatz wagten.Die Ergebnisse haben selbst uns überrascht: rund 30% mehr Besuche als im Vorjahreszeitraum (und das unter Corona-Bedingungen!) bei etwa gleichbleibenden Umsätzen. Dank einer Besucher*innenbefragung wissen wir, dass das Preismodell nicht nur gut ankam, sondern auch die Preisfairness-Wahrnehmung und die Weiterempfehlungsbereitschaft positiv beeinflusst hat. Der Net Promoter Score lag während der Testphasen doppelt so hoch wie außerhalb. Gehetzt fühlten sich indes gerade einmal 1% der Befragten. Ausführliche Berichterstattung zur ersten Phase finden Sie u.a. hier (sie werden auf die jeweiligen Seiten weitergeleitet): Arte TV: Bremen: Stundentarife im Museum | ARTE Deutschlandfunk Kultur: Bremer Museum testet Zeitmodell – Schnupperpreise für Kurzbesucher ZDF heute plus: https://www.zdf.de/nachrichten/heute-plus/videos/zeit-ist-geld-auch-im-museum-100.html Kulturmanagement.net: Ein neues Preismodell für Museen im Praxistest – Pay As You Stay – Zahl, solange Du bleibst